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Wir berichten regelmässig über Dinge, die in der Startup-Szene und in der Versicherungsbranche Aufsehen erregen. Oder die uns interessieren.

12.07.2018 Viel Luft nach oben: Warum weibliche CEOs noch immer Ausnahme sind
Ein Artikel von

Lea Salzgeber

Auch 2018 sind Frauen in Führungspositionen noch immer die Ausnahme. Der Anteil Frauen in den Geschäftsleitungen Schweizer Firmen ist in diesem Jahr sogar gesunken – von 8 auf gerade einmal 7 Prozent. Schweizer Chefetagen sind also nach wie vor eine Männerdomäne.

Wie sieht die Situation in der Schweizer Versicherungsbranche aus? Etwa ein Drittel der Kaderstellen sind mit Frauen besetzt. Auch auf der Direktionsebene zeichnet sich ein anderes Bild ab, als im schweizerischen Durchschnitt: 18 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt.

Auch wenn Frauen in der Versicherungsbranche bessere Chancen haben, ist es bis zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis in Schweizer Kadern noch ein weiter Weg. Creadi-CEO Désirée Mettraux ist eine der Vorreiterinnen. Im Interview erklärt sie, welche Herausforderungen auf Businessfrauen warten und warum sie es auf der Karriereleiter schwerer haben als Männer.

 

Wie ist es, sich als Frau in einer Männerdomäne durchzusetzen? Musstest du auch schon Negatives oder direkte Diskriminierung erfahren?

 

Désirée Mettraux: Ich denke, man sollte sich darüber nicht zu viele Gedanken machen und sich aufs Fachliche konzentrieren. Für mich ist entscheidend, das Professionelle zu beherrschen und die eigenen Kompetenzen zu kennen. Dies sollte immer im Vordergrund stehen.

Bezüglich der Männerdomäne habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Besonders am Anfang war es für mich etwas ungewohnt, in solchen Männergesellschaften unterwegs zu sein. Teilweise hatte ich schon den Eindruck, nicht von allen gleich ernst genommen zu werden. Viele Männer in der Geschäftswelt haben zudem das Gefühl, sie müssten den wenigen Frauen jeweils eine Sonderbehandlung bieten.

Direkte Diskriminierung habe ich allerdings nie erfahren. Das ist natürlich auch immer eine Frage der persönlichen Grenzen, was als diskriminierend empfunden wird und was nicht. Ich lasse mich da aber nicht verunsichern.

 

“Heute haben wir die Möglichkeit, klassische Rollen

aufzubrechen und neue Vorbilder zu schaffen”

 

Du hast zwei Kinder. Mütter in Kaderpositionen müssen oft eine Doppelrolle ausfüllen um Job und Nachwuchs gerecht zu werden. Muss man als Frau generell mehr leisten, um die Karriereleiter hochzusteigen?

 

Ja, das muss man ganz klar. Für mich ist das auch ein politisches Thema. In der Schweiz wird zu wenig dafür getan, es Frauen zu ermöglichen, Kinder zu haben und sich gleichzeitig in der Geschäftswelt zu engagieren. Kita-Plätze sind rar und kosten viel Geld. Das kann sich nicht jede Familie leisten. Und nicht jede hat das entsprechende Netzwerk für die Kinderbetreuung. Ich bin der Meinung, die Politik muss hier Massnahmen treffen, damit Frauen keine zusätzlichen Hürden in den Weg gestellt werden.

 

Du hattest Einblick in die klassische Versicherungsbranche bei der Pax und leitest nun ein InsurTech-Startup. Ist die innovative Startup- und Tech-Welt aufgeschlossener gegenüber Karrierefrauen?

 

Nein, das würde ich nicht sagen. Das ist wie gesagt ein gesamtgesellschaftliches Problem – Branchen- und Stufenübergreifend. Als CEO und Mutter bin ich auch mit negativen Reaktionen konfrontiert. Es ist leider auch heute in der Schweiz noch nicht salonfähig, beides unter einen Hut zu bringen. Viele haben noch immer das Gefühl, Mütter sollten zu Hause bleiben. Man muss sich rechtfertigen, wenn man als Frau mit Kindern noch arbeitet – meiner Meinung nach sollte das Gegenteil der Fall sein.

Es ist auch eine Frage des Rollenmodells. In meiner Kindheit war das noch ziemlich klassisch. Heute haben wir die Möglichkeit, diese Rollen aufzubrechen und neue Vorbilder zu schaffen. Für meine Töchter ist klar, dass ihre Mami arbeitet – und das in einer Branche, in der sonst vor allem Männer anzutreffen sind.

 

“Bei Frauen besteht noch viel Nachholbedarf,

was das berufliche Networking angeht”

 

Bei Creadi arbeiten auch deutlich mehr Männer als Frauen – ist es schwierig, ein ausgeglichenes Team zusammenzustellen? Was hältst du von einer Frauenquote?

 

Von einer Quote halte ich nichts. Die Frauen müssen die Position auch tatsächlich wollen. Es ist zwar wichtig, Frauen die Möglichkeit zu geben, aufzusteigen. Ich möchte aber niemanden in eine Position hineinzwängen. Für mich kommt es auf die Fähigkeiten und die Interessen an – und nicht das Geschlecht.

 

Du hältst immer wieder Talks und nimmst an Podiumsdiskussionen teil – unter anderem auch bei einem Meetup von «We shape Tech». Was bringen solche Treffen?

 

Es ist extrem wichtig, dass sich Frauen vernetzen. Diese Netzwerkpflege leben Männer sehr gut vor. Bei uns Frauen besteht noch immer viel Nachholbedarf, was das berufliche Networking angeht. Bei «We shape Tech» geht es darum,  Frauen in der Tech-Branche zu stärken. Gerade in einer so männerdominierten Branche ist es wichtig, sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

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